Fraunhofer-Netzwerk „Wissenschaft, Kunst und Design“

Wie kann Wissenschaft durch Kunst inspiriert werden – und umgekehrt? Welche Parallelen gibt es in der Arbeit von Forschenden und Kreativen? Wie können sie vom gegenseitigen Dialog profitieren? Diesen Fragen geht das neue Netzwerk »Wissenschaft, Kunst und Design« nach, das in der Fraunhofer-Gesellschaft gegründet wurde. Durch den interdisziplinären Diskurs zwischen angewandter Forschung und Kunst sollen auch mit künstlerischen Methoden gesellschaftliche Herausforderungen identifiziert und ihnen begegnet werden. In der Wissenschaft wie in der Kunst geht es darum, neue Ansätze aufzuzeigen, Zusammenhänge zu erkennen und neue Ideen zu entwickeln. In beiden Disziplinen ist der Weg zur Erkenntnis nicht immer geradlinig und das Ziel oft nicht direkt erreichbar.

Das Netzwerk ergänzt die erfolgreich etablierte Veranstaltungsreihe »Wissenschaft und Kunst im Dialog«, die vor über 10 Jahren im Fraunhofer-Haus in München entstanden ist und seither Wissenschaft- und Kunstprojekte zusammenführt.

In seiner Aufbauphase umfasst das Netzwerk 19 Fraunhofer-Institute und Einrichtungen sowie die Fraunhofer-Zentrale als Mitglieder.

Ziele und Aufgaben des Netzwerks WKD sind:

 -  Interdisziplinäres Forum, um Lösungsansätze zu komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen zu entwickeln
  - Öffentliche Ausstellungen
 -  Wanderausstellungen zur Darstellung der Netzwerkaktivitäten in den einzelnen Mitgliedsinstituten
  - Unterstützung von Künstlerresidenzen an Instituten und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft (Siehe Programm „Artist in Lab“)

Weiterführende Links:

·         70 Jahre Fraunhofer – 70 Jahre Zukunft – Ausstellungsreihe im STATE Studio Berlin (14. April – Dezember 2019)

·         Wasser – Ressource des Lebens (13. März 2017, Fraunhofer-Haus in München)

·         Unsere Meere und Ozeane (6. Juni 2016, Fraunhofer-Forum in Berlin)

Aktivitäten im Rahmen des Netzwerkes:

Gestaltung der Institutsinnenräume durch eine Farbkünstlerin

Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck

Gestaltung der Institutsinnenräume durch eine Farbkünstlerin

Der Neubau der Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik befindet sich im Hochschulstadtsteil südlich von Lübeck und wurde Ende 2014 fertiggestellt. Die außergewöhnliche Architektur des Hauses geht auf das Planungsbüro von Thomas Müller und Ivan Reimann aus Berlin zurück. Das Haus wird durch wenige ausgesuchte Materialien und ihre spezielle Farbigkeit bestimmt: Der Sockel aus hellbeigem Jura-Kalkstein und die grünen Leichtmetalllisenen des darüberliegenden Baukörpers lassen Assoziationen mit maritimen Motiven zu (Abbildung 1). Dies wird auch im Innenraum fortgesetzt, denn die Künstlerin Friederike Tebbe aus Berlin hat im Rahmen von „Kunst am Bau“ ein maritimes Farbkonzept auch für den Innenraum entwickelt (Abbildung 2). Besonders deutlich wird dies durch die ausgewählten Wand- und Bodenfarben des über alle Obergeschosse reichenden, tagesbelichteten Atriums (Abbildung 3).

Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Lübeck bei der Ausrichtung von Veranstaltungen

Lübeck beherbergt eine der modernsten biologischen Sammlungen, die Deutsche Zellbank für Wildtiere „CRYO-BREHM“. Mittlerweile enthält die Biobank mehr als 6000 Zellproben unterschiedlicher Arten. Am 3. November 2017 wurde mit Kooperationspartnern und eingeladenen Gästen im Audienzsaal des Lübecker Rathauses das 10-jährige CRYO-BREHM-Jubiläum gefeiert. Das musikalische Rahmenprogramm des Festaktes wurde von Professor Dieter Mack, Musikhochschule Lübeck, und einer Gruppe von Studenten gestaltet, die mit Improvisationen zum Thema „Zoo“ eine spannende Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft herstellten.