Kurzportrait der Fraunhofer EMB

Lebende Zellen im Fokus

Die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik (EMB) bearbeitet Forschungsprojekte, die eine Nutzbarmachung oder Analyse von Zellen im Fokus haben. Unsere Kernkompetenz ist eine umfangreiche Expertise in der Isolierung, Handhabung und Manipulation von Zellen, für die wir Einsatz- und Verwertungsmöglichkeiten im medizinischen, biotechnologischen und nahrungstechnischen Bereich entwickeln.

Wichtige Alleinstellungsmerkmale der Einrichtung sind das exzellente Know-How zur In-vitro-Kultivierung von Zellen mariner Organismen sowie einzigartige Kenntnisse über die Kryokonservierung von Fischgameten. Darüber hinaus sind langjährige Erfahrungen in der Kultur adulter Stammzellen aus unterschiedlichen Geweben vorhanden. Insbesondere für die Verwertung von Stammzellen aus Schweißdrüsen der Haut existiert ein breites Patentportfolio. Mit dem „Cryo-Brehm“ unterhält die EMB eines der weltweit größten Archive für Zellkulturen aus Wildtieren.

Die Fraunhofer EMB entwickelt zelltechnologische Verfahren und Geräte für verschiedene Geschäftsfelder, z.B. Zelltherapie, Kosmetik, Prävention und Diagnostik. Unter anderem kommen hier Organkultur- und zellbasierte Modellsysteme für unterschiedliche Fragestellungen zum Einsatz.

Ein Schwerpunkt der EMB liegt im Bereich der Lebensmitteltechnologie und Aquakultur. Bei der Nutzbarmachung mariner Ressourcen, wie z.B. Fische, Muscheln und Algen, entwickeln wir Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Modernste Aquakulturanlagen ermöglichen die technische Erprobung neuer Kreislaufsysteme und die Ko-Kultivierung unterschiedlicher Arten. In Aquaponic-Systemen kann die  Kultur von Nutzpflanzen eingebunden werden. Als Geschäftsfeld eröffnet sich damit die Anwendung mariner Rohstoffe im Lebensmittel- und Futtermittelbereich.

Mit dem Standort Lübeck hat die Fraunhofer EMB einen strategisch hervorragenden Platz in Norddeutschland. Von Lübeck aus sind alle Wissenschaftszentren im Norden Deutschlands schnell zu erreichen, wodurch vielfältige Kooperationen realisiert werden können. Schleswig-Holstein mit seinen Küstenabschnitten zur Nord- und Ostsee ist geradezu prädestiniert für eine solche Forschungseinrichtung.