Förderung für die angewandte Lebensmittelforschung

7.4.2017

Gesundheit und Ernährung sind Zukunftsfelder mit hoher Relevanz für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik EMB baut deshalb mit dem Projekt „Fraunhofer Future Food“ ein neues Entwicklungszentrum für Lebensmittelforschung in Lübeck auf. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer übergab dazu am 7. April einen Förderbescheid in Höhe von 847.422 Euro zur Unterstützung des zweijährigen Projektes an Einrichtungsleiter Prof. Charli Kruse.


Die Ernährungsindustrie steht heute unter starkem Konkurrenzdruck, da der deutsche Markt weitgehend gesättigt ist. Die für das wirtschaftliche Wachstum notwendigen Innovationen im Produktsortiment oder den Produktionsabläufen können vor allem von kleinen und mittelständischen Betrieben wegen zu geringer Kapazitäten häufig nicht ohne Unterstützung Dritter entwickelt und umgesetzt werden.

An der Fraunhofer EMB wurde in den letzten Jahren ein Technikum für angewandte Lebensmittelforschung aufgebaut, welches Technologien für die Entwicklung neuer Lebensmittel erarbeitet und insbesondere neue Ressourcen aus dem Meer für einen nahrungsmitteltechnischen Einsatz erschließt. Hier konnten, teilweise in Kooperation mit Industriebetrieben, bereits Nahrungsmittel-Prototypen wie z.B. Stabilisatoren, Antioxidantien sowie verschiedene Getränkegrundstoffe entwickelt werden.


Mit der Förderung des Landes Schleswig-Holstein ist es nun möglich das Technikum räumlich zu erweitern und gerätetechnisch zu optimieren. Ziel ist es, die Ernährungswirtschaft gezielt bei ihrem Innovationsmanagement sowie bei der Entwicklung und Einführung neuer Technologien, Produktionsverfahren und Produkte zu unterstützen und so die Innovationskraft der Betriebe weiterhin zu sichern. Zudem wird der Bereich Lebensmittelforschung personell erweitert und zu einer eigenen Arbeitsgruppe ausgebaut. Neben einer Leitungsposition wird eine Koordinierungsstelle geschaffen, die den genauen Entwicklungsbedarf der Betriebe in Schleswig-Holstein ermittelt. Die von der Koordinierungsstelle initiierten Kooperationen und gemeinsamen Forschungsvorhaben mit der Industrie oder den Hochschulen (Universität zu Lübeck und Fachhochschule Lübeck) werden dabei von den Mitgliedern der neu geschaffenen Arbeitsgruppe bearbeitet, so dass nicht nur das bisherige Knowhow in die Forschungsarbeiten einfließt, sondern auch neue Expertisen zusammengeführt werden.

 

 

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