08. April 2020

V.l.n.r.: Prof. Wehrspohn (Fraunhofer-Vorstand), Dr. Schlumberger (Vorstandsvorsitzender EUROIMMUN AG), Prof. Charli Kruse (Einrichtungsleiter Fraunhofer-EMB)
Bearbeitung der Zellkulturen
Testkit ©EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG

Die Fraunhofer EMB in Lübeck unterstützt die EUROIMMUN AG dabei, ihre neuen serologischen Testsysteme zur Diagnose von COVID-19 in größerer Stückzahl zu produzieren. EUROIMMUN ist damit eine der ersten Firmen in Europa, die einen Test anbietet, mit dem Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blut bestimmt werden. Dadurch können Personen identifiziert werden, die bereits Kontakt mit dem Virus hatten. Dies ist wichtig, um herauszufinden, welche Menschen die Infektion bereits durchgemacht haben. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass diese Tests jene Antikörper nachweisen, die das Virus neutralisieren können und dadurch für eine Immunität gegenüber SARS-CoV-2 sorgen.

Eines der beiden großen Themenfelder, welches die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik bearbeitet ist die Entwicklung und Verwertung zellbasierter Technologien. Ein wesentlicher Schwerpunkt hierbei ist die industrielle Vermehrung von adhärent, also auf Oberflächen, wachsenden Zellkulturen außerhalb des Körpers. Aufgrund der guten Kontakte innerhalb der Life Science Branche in Lübeck, konnten beide Partner innerhalb von einer Woche vertraglich zu einer Zusammenarbeit kommen. Hierbei unterstützt die EMB mit ihrer vorhandenen labortechnischen Infrastruktur und ihrem Expertenwissen die EUROIMMUN AG dabei, das für die Testsysteme benötigte Antigen in großer Menge herzustellen und somit einen wesentlichen Ausgangsstoff für die Testsatz-Produktion zur Verfügung zu stellen.

Lesen Sie hier die Presseberichte:

Link zum Fraunhofer Pressebericht oder Pressetext (pdf)  der Fraunhofer-Gesellschaft und Bericht aus den Lübecker Nachrichten

 

Hier finden Sie einen Podcast von Prof. Charli Kruse zu den Details des Projektes.