Projekt "KHV-Vacc"

Hintergrund: In verschiedenen Regionen Deutschlands wird die Karpfenzucht durch die Koi Herpesvirus-Infektion (KHV-I), verursacht durch eine Infektion der Karpfen mit dem Cypriniden Herpesvirus (CyHV-3, auch als Koi Herpesvirus (KHV) bekannt), erheblich belastet. Ausbrüche der KHV-I können durch Mortalitäten, Kosten für das Töten infizierter Fische, Desinfektion betroffener Teiche und fehlendes Einkommen aus der Karpfenzucht hohe ökonomische Verluste verursachen. Die ökonomische Basis der betroffenen Betriebe kann dadurch bis hin zur Betriebsaufgabe belastet werden. Gegenwärtig stehen für diese Erkrankung keine Maßnahmen zur Vorbeugung oder zur Therapie zur Verfügung. Es werden deshalb effektive Instrumente zur Überwachung und Eindämmung dieser Viruserkrankung benötigt.

Ziel des Projektes: Um die Erkrankung in endemischen Gebieten einzudämmen und nicht infizierte Karpfenbestände vor der Infektion zu schützen, ist eine Verbesserung der Diagnosemethoden und eine Entwicklung von Präventivmaßnahmen notwendig. Deshalb soll im Projekt KHV-Vacc eine Verbesserung der Diagnostik von CyHV-3 mittels Zellkulturen erreicht werden sowie neue Impfstoffe (einschließlich neuer Adjuvantien) entwickelt werden, die dem Auftreten von Verlusten effektiv vorbeugen und die ermöglichen, geimpfte Populationen von Beständen mit latenter Infektion zu unterscheiden.

 

 

Kooperationspartner: 

Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik (EMB)

Friedrich-Alexander Universität Erlangen (FAU)

Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

Friedrich-Löffler Institut Insel Riems (FLI)

 

Gefördert durch: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Laufzeit: 01.10.2015 - 30.09.2018

 

Weiterführende Informationen:

 

https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2018/Maerz/Dem-Koi-Herpesvirus-die-Stirn-bieten.html